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Eine Frage, die sich viele Pferdebesitzer stellen. Denn wenn man sich sein geliebtes Pummelpony anschaut, das bei permanentem Heuzugang auseinander geht wie ein Hefeteilchen, dann liegt doch die Überlegung nah, dass man das Gewicht mit „FDH“ – also einer einfachen Rationierung der Futtermenge, ganz gut in den Griff kriegen müsste. Denn wenn das Pferd weniger Kalorien zu sich nimmt, dann hält es sein Gewicht oder nimmt sogar ab. Klappt ja bei uns auch, wenn wir uns diszipliniert dran halten. Oder?

Wir neigen dazu, von uns auf das Pferd zu schließen. Mir ist kalt, also bekommt mein Pferd eine Thermodecke angezogen. Ich esse drei Mahlzeiten am Tag, also bekommt mein Pferd drei Mahlzeiten am Tag. Was wir dabei vergessen, ist die Tatsache, dass die Evolution das Pferd grundlegend anders konstruiert hat in einigen Bereichen als uns. Nicht nur dass Pferde viel schneller und ausdauernder laufen können als wir und dass sie mit weniger Schlaf zurecht kommen. Auch der Verdauungstrakt unterscheidet sich an einigen Stellen grundlegend von unserem. Der Mensch ist biologisch gesehen ein „Allesfresser“ – wie das Schwein. Unser Körper hat sich im Lauf der Evolution daran angepasst, seine Nährstoffe und Energie vor allem im Dünndarm zu gewinnen, weil wir unter anderem tierische Produkte zu uns nehmen. Fleisch oder Eier haben eine deutlich höhere Energiedichte als Gras und es gibt sogar die Theorie, dass die sehr gehaltvolle Ernährung der Urmenschen mit dazu beigetragen hat, dass wir überhaupt so große, leistungsfähige Gehirne entwickeln konnten. Durch den hohen Gehalt an Energie und Nährstoffen in unserer Nahrung müssen wir nur wenig davon pro Tag zu uns nehmen, damit unser Bedarf gedeckt wird. So hat sich der Mensch zu einem „Mahlzeitenesser“ entwickelt. Denn wenn wir unsere gehaltvolle Nahrung den ganzen Tag vor uns hinfuttern, dann passiert das, was man in vielen westlichen Ländern beobachten kann: es kommt zu Verfettung und entsprechenden Krankheiten. Deshalb ist es für Menschen gut und sinnvoll, zwischen den energiereichen Mahlzeiten längere Pausen zu haben, darauf ist unser Körper eingerichtet und er braucht sie auch. Die längste Pause haben wir in der Nacht, weil der Mensch – vergleichbar wie Raubtiere – eine lange, durchgehende Schlafphase braucht, um sich wieder zu regenerieren. 

Pferde sind von der Evolution her auf eine ganz andere Ernährung und Lebensweise angepasst. Sie sind Pflanzenfresser und damit nicht auf Futter mit so hoher Energie- und Nährstoffdichte adaptiert wie wir. Während der Mensch von einem Busch nur die Beeren pflückt und isst (hoher Zuckergehalt, wenig Faser), frisst das Pferd den ganzen Busch (niedriger Zuckergehalt, viel Faser). Denn Pferde haben sich im Lauf der Jahrmillionen vor allem dort ihre ökologische Nische gesucht, wo viele andere Tiere nicht mehr überleben können, weil es ihnen an (leicht verdaulichen) Futterquellen mangelt: Steppen, Halbwüsten und Tundrenlandschaften. Das bedeutet, dass sie nicht nur Pflanzenfresser sind, sondern bei ihrer veganen Ernährung auch noch die magerste Futterquelle, die Pflanzenfasern, in Energie umwandeln können und müssen. Denn Pflanzenfasern sind auch in der Steppe das ganze Jahr über noch in großen Mengen zu finden, während Beeren, Samen oder Nüsse nur in sehr kleiner Menge und auch nur zu bestimmten Zeiten vorhanden sind. Die Pferde mussten sich also von ihrem Verdauungstrakt her darauf einstellen, Pflanzenfasern zu verwerten. Das kann der Mensch nicht. Pflanzenfasern wirken bei uns als Ballaststoff – sie sind zwar wichtig für die Peristaltik und als Futter für unser Dickdarm-Mikrobiom („Darmflora“), aber sie fallen letztlich am Ende es Verdauungsprozesses hinten wieder raus – wir können keine Energie daraus gewinnen. Pferde haben hingegen einen Mechanismus entwickelt, aus diesen Pflanzenfasern die Energie zu generieren, die sie für ihren Tagesbedarf benötigen. Und zwar mit Hilfe spezieller cellulolytischer Mikroorganismen, die in ihrem Dickdarm siedeln. Pferde haben damit eine grundlegend anders zusammengesetzte Darmflora als der Mensch und sie ermöglicht es ihnen, Pflanzenfasern (Cellulose) in Energie umzuwandeln, statt sie als Ballaststoff auszuscheiden. 

Betrachtet man die Energiedichte verschiedener Moleküle, dann stellt man aber fest, dass Cellulose zwar Energie enthält, aber sehr wenig im Vergleich zu anderen Nährstoffen. So haben Eiweiße schon 1,5 mal so viel Energie wie Zucker und Fette haben doppelt so viel Energie wie Zucker.

Cellulose besteht im Prinzip aus Zuckermolekülen, die komplex miteinander verkettet sind (was sie so schwer verdaulich macht). Sie enthält also den geringsten Energiewert im Vergleich zu Eiweiß oder Fett und ist gleichzeitig auch noch so schwer aufschließbar, dass nicht mal der gesamte Energiegehalt dem Pferd zur Verfügung steht, sondern nur der Teil, der als „Abfall“ der Mikroorganismen-Tätigkeit übrig bleibt. Das sorgt dafür, dass Pferde sehr große Mengen an Futter zu sich nehmen müssen, um am Ende des Tages genügend Energie daraus zu gewinnen für ihren eigenen Bedarf. Diese großen Futtermengen kann das Pferd aber nur dann aufnehmen, wenn es praktisch kontinuierlich frisst. 

Wildpferde, genauso wie gesunde Hauspferde, nehmen etwa gleich viel Raufutter auf und zeigen ein vergleichbares Fressverhalten. Pferde benötigen 2-3% ihres Körpergewichts an (magerem) Heu, um ihren Energiebedarf zu decken. Das bedeutet, sie fressen 2-3kg Heu je 100kg Körpergewicht, das summiert sich also auf 10-15kg pro Tag für ein 500kg Pferd. Je nährstoffärmer das Heu, umso mehr wird davon gefressen, um den Bedarf zu decken. Die Menge wird dabei nicht in einer großen Mahlzeit auf einmal gefressen und dann lange pausiert. Eine solche Ernährung haben Raubtiere, die Beute schlagen, sich den Wanst vollfressen und dann für lange Zeit schlafen, um ihr energiereiches Futter zu verdauen, bis sie wieder Hunger bekommen und sich wieder auf die Jagd machen. Pferde nehmen ihr mageres Futter hingegen kontinuierlich in kleinen Mengen im Verlauf von 24 Stunden mit vielen kurzen Fresspausen auf. 

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Der Magen des Pferdes ist – im Vergleich zu seiner Körpergröße – viel kleiner als der des Hundes (der im Verhältnis zur Körpergröße etwa dreimal so groß ist!) und auch wenig dehnfähig. Er kann also keine großen Mengen auf einen Schlag aufnehmen. Dazu kommt beim Pferd ein Reflex, der dazu führt, dass immer etwas Futter an den Dünndarm weiter gegeben wird, sobald neues Futter in den Magen kommt. Damit ist der Magen ständig gefüllt, wird aber nie überfüllt – ganz im Gegensatz zu dem eines Raubtieres, was jeder Hundebesitzer kennt, dessen Hund schonmal den Braten vom Tisch geschnappt hat. Der Magen des Pferdes produziert auch permanent Salzsäure, was bei einer natürlichen Ernährung ganz in Ordnung ist, weil diese ja ständig vom aufgenommenen Futter aufgesogen und vom Speichel gepuffert wird. Läuft der Magen des Hundes leer, hört er auf, diese Salzsäure zu produzieren. Läuft der Magen des Pferdes leer, tut er das nicht. Die Säure, die dann weiter produziert wird, ist einer der Hauptgründe für das Entstehen von Magengeschwüren beim Pferd, da die Salzsäure die Magenwände verätzt.

Der Magen des Pferdes nicht nicht darauf ausgelegt, leer zu laufen, da das Pferd ein Dauerfresser, kein Mahlzeitenfresser ist. Heufütterung in Mahlzeiten fördert also das Entstehen von schmerzhaften Magengeschwüren.

Der Dünndarm spielt beim Pferd in der Verdauung eine untergeordnete Rolle. Hier werden die in geringen Mengen vorhandenen, dünndarmverdaulichen Nährstoffe wie Zucker, Stärke, Fett und Eiweiß verdaut und dem Nahrungsbrei entzogen. Das Pferd kann diese Nährstoffe in kleiner Menge in seinem Stoffwechsel als Energielieferanten (Zucker, Stärke) oder Baustoffe (Fett, Eiweiß) nutzen. In großen Mengen werden sie schnell schädlich, da die nachgeschalteten Organsysteme mit großen Mengen dieser Nährstoffe nicht zurecht kommen. Das liegt ganz einfach daran, dass Pferde sich im Lauf ihrer Evolution nie an große Mengen solcher Nährstoffe anpassen mussten.

Das, was für uns also die wichtigsten Nährstoffe und Energieträger sind – die dünndarmverdaulichen Komponenten – wird beim Pferd sehr schnell schädlich und kann Erkrankungen wie Insulinresistenz, klinisch manifeste PSSM, Nierenüberlastung, Verfettung (EMS) und alle damit einhergehenden Folgeerkrankungen wie Hufrehe nach sich ziehen.

Sie dürfen in der Ernährung immer nur in kleinen Mengen vorhanden sein. Der wichtigste Verdauungsabschnitt beim Pferd ist der Dickdarm und sein Mikrobiom. 

Nachdem alle Nährstoffe, die dem Mikrobiom schaden können (Zucker, Stärke, Fette und auch Eiweiß in großen Mengen) dem Futter durch den Dünndarm entzogen worden sind, können sich die Mikroorganismen im Dickdarm über die Pflanzenfasern hermachen. Dabei entstehen viele Nährstoffe, die das Pferd aufnehmen und verwerten kann und es entsteht jede Menge Energie in Form von Propionat, Butyrat oder Acetat, welche das Pferd nutzen kann.

Damit die Darmflora optimal arbeiten kann, braucht sie kontinuierlichen Nachschub an Fasermaterial.

Läuft der Darm leer, „verhungern“ die Mikroorganismen. Dabei richten sie eine Menge schaden an. Denn durch das Absterben werden Endotoxine frei, die vom Pferd aufgenommen werden und massiv den Entgiftungshaushalt belasten, was bis zu Hufrehe führen kann. Außerdem fangen die verbleibenden Mikroorganismen an, vor lauter Hunger die Schleim-Schutzschicht der Darmschleimhaut aufzufressen, was dann wiederum Darmschleimhautentzündungen verursachen kann. Symptome wie Kotwasser oder Kolikneigung können die unschöne Folge sein.

Störungen des Dickdarmmilieus sind eine der Hauptursachen für die meisten Stoffwechselkrankheiten, die wir bei den Pferden sehen – von Sommerekzem über chronischen Husten bis Hufrehe.

Deshalb ist es essentiell, dass die Darmflora ständig Nachschub an verdaulicher Pflanzenfaser, vor allem an Cellulose, bekommt. Auch das ist ein Grund, warum Pferde stetig kleine Mengen Heu fressen, ohne längere Futterpausen einzulegen. 

Nicht zuletzt wirkt sich Heumangel auch negativ auf die Psyche der Pferde aus.

Denn wenn es keinen Futternachschub gibt, dann wird es für Wildpferde lebensgefährlich, denn ein geschwächtes Pferd wird in der Natur zur Beute. So reagieren auch unsere Hauspferde mit massivem Stress, wenn Raufutterpausen entstehen. Studien haben gezeigt, dass dadurch das Aggressionsverhalten steigt in Gruppenhaltung. Auch Verhaltensauffälligkeiten wie Koppen, Weben, Lippenklappern, Krippenwetzen etc. entstehen oder verstärken sich besonders dann, wenn die Pferde kein Raufutter zur Verfügung haben. Neben den offensichtlich negativen Auswirkungen auf die Gruppendynamik sorgt der mit Raufuttermangel verbundene Stress auch für körperliche Belastung.

Denn Stress führt bei Pferden zur Ausschüttung von körpereigenem Cortisol, welches nicht nur das Immunsystem unterdrückt und den Blutzuckerspiegel steigen lässt, sondern langfristig auch eine Cushing-Symptomatik auslösen kann. 

Das Pferd hat sich über fast 50 Milliionen Jahre Evolution mit seinem Verdauungstrakt und seinem Stoffwechsel an diese karge Ernährung aus energiearmer Cellulose angepasst. Und auch als der Mensch das Pferd domestiziert hat, vor ca. 6.000 – 8.000 Jahren, hat er es noch mehrere Jahrtausende lang genau so gefüttert, wie sich Wildpferde ernähren. Denn selbst mit Ackerbau waren die dort angebauten Nahrungsmittel wie Getreide oder Rüben viel zu wertvoll als Nahrung für den Menschen, als dass man sie an das Pferd verfüttert hätte. Pferde konnten das fressen, was der Mensch nicht verwerten kann: Gras, Heu, Laub, Stroh, Gestrüpp. Erst seit der Industrialisierung und der damit einhergehenden modernen Landwirtschaft, die Getreide in Massen produziert und damit zu einem Billigartikel gemacht hat, füttert der Mensch überhaupt solche energiedichten Futtermittel an das Pferd. Also seit ungefähr 150 Jahren. Was aber die Evolution in 50 Millionen Jahren geschaffen hat, kann der Mensch nicht in 150 Jahren komplett auf den Kopf stellen.

Der Verdauungstrakt unserer Pferde funktioniert noch genau so wie der ihrer wilden Verwandten.

Was einer der Gründe dafür ist, dass Pferde, die verwildern – wie entlaufene „Brumbies“ in Australien oder ausgesetzte „Mustangs“ in den USA – problemlos auch in kargen Landschaften ohne ihre tägliche Müsli-Ration zurecht kommen. Ihr Verdauungstrakt schafft es problemlos, mit dem kargen Futter der Wildpferde zurecht zu kommen.

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Das bringt uns genau zu dem Problem unseres Pummelponys: Sein Verdauungstrakt ist auf eine ständige Zufuhr von nährstoffarmem, cellulosereichen Raufutter angepasst. Die Hochleistungslandwirtschaft hat jedoch in den letzten 50 Jahren die Zusammensetzung unserer Heuwiesen dramatisch verändert. Wo früher Magerrasen-Flächen die Raufuttergrundlage für Pferde waren, sind heute knallgrüne Leistungswiesen mit Hochzuckergräsern, die zwar einen hohen Milch- und Fleischertrag in kürzester Zeit erzielen lassen (auf Kosten der Gesundheit unserer Rinder), aber nicht mehr für Pferdefütterung geeignet sind. Je höher der Zuckergehalt im Heu, desto lieber wird es von den Pferden gefressen – schmeckt ja auch besser. Leider sind die hohen Zuckergehalte aber für die Pferde problematisch, weil ihr Stoffwechsel auf die Verarbeitung solcher Zuckermengen nicht ausgelegt ist. Wir stehen also vor dem Dilemma, dass der Verdauungstrakt unbedingt auf eine kontinuierliche Zufuhr von Raufutter ausgelegt ist, wir also dafür sorgen müssen, dass unser Pferd permanent Zugang zum Heu hat. Ansonsten drohen Erkrankungen wie Magengeschwüre oder Dysbiosen (Fehlgärungen) im Dickdarm mit allen teilweise dramatischen Krankheitsfolgen. Lässt man die Pferde aber zuckerreiches Heu frei aufnehmen, vor allem wenn die Pferde durch ihre tägliche Futterschüssel, großzügige Karottengaben und die gelegentliche Banane ohnehin schon zuckersüchtig sind, dann fressen die Pferde viel zu viel „Zuckerheu“ und der Stoffwechsel kommt mit den Energiemengen nicht mehr zurecht, was dann wiederum zu Krankheiten führen kann wie Übergewicht, Insulinresistenz und in Folge Hufrehe. Was tun?

Hier gilt zunächst immer, alle nährstoffreichen (dünndarmverdaulichen) Futtermittel abzustellen. Auch wenn es für uns unglaublich befriedigend ist, unserem Pferd seine Futterschüssel zurecht zu machen und wir Herzchen in den Augen haben, wenn unser Schatz sie dann begeistert ausschleckt – selbst „getreidefreie Müslis“ sind oft mit Karottenstücken oder Ölen angereichert, um sie schmackhaft zu machen und gehören nicht in die Pferdefütterung. Schon gar nicht bei Pferden, die ohnehin schon Gewichts- oder Gesundheitsprobleme haben. Karotten, Äpfel, Bananen und anderes Obst und Gemüse sollten nur nach reiflicher Überlegung und in kleinen Mengen gegeben werden, bei Pferden mit Stoffwechselproblemen besser gar nicht. Die Leckerchen sollten auf ein absolut notwendiges Maß reduziert werden. Hat man alle „Dickmacher“ auf Minimum reduziert, geht es im nächsten Schritt an die Optimierung der Heufütterung. Statt Mahlzeiten, elektronisch gesteuerten Raufen mit erzwungenen Fresspausen oder zu wenigen Fressplätzen mit dem damit einhergehenden ständigen Stress und Zank, muss man immer dafür sorgen, dass alle Pferde zu jeder Zeit an das Heu kommen können. Stroh ist kein adäquater Heu-Ersatz, es kann bei übermäßiger Aufnahme zu Verstopfungskolik führen und sollte daher immer nur zusätzlich zum Heu angeboten werden. Die Anzahl der Fressplätze richtet sich nach der Gruppendynamik  – von 10% mehr Fressplätzen als Pferden in der Gruppe bei guter Sozialstruktur bis hin zu doppelt so vielen Fressplätzen bei schlecht verträglichen Gruppen oder solchen mit häufigem Wechsel. Die Fressgeschwindigkeit der Pferde kann reguliert werden über die Verwendung von so genannten Slowfeeder Systemen, die einfachste Lösung stellen hier Heunetze dar. Die Maschenweite sollte dabei immer an die Heuqualität und an das Geschick der Pferde angepasst werden. So braucht ein sehr grobstängeliges Heu größere Maschenweiten als ein feines Heu, eher ungeschickte oder schwerfuttrige Pferde brauchen größere Maschen, „Pummelponys“ mit „Staubsaugerqualität“, die Netze in kürzester Zeit leer fressen, sollten hingegen engmaschige Netze bekommen, ggf. das Heu noch mit Stroh gemischt. 

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Nur mit einer durchgehenden Heufütterung (die an die Nährstoffqualität des Heus und den Gewichtszustand der Pferde angepasst wird über Slowfeeder-Systeme), ist eine artgerechte Ernährung von Pferden möglich. Jede Form von restriktivem Zugang – ob über Mahlzeitenfütterung, Stroh statt Heu, Heuautomaten etc. sorgt für massiven Stress und kann damit zu Aggression, Depression, Magengeschwüren, Immunschwäche und Fehlgärungen im Dickdarm und als Folge zu Erkrankungen wie Kotwasser, Durchfall, Koliken, Insulinresistenz oder Hufrehe führen.