Sobald Pferde anfangen zu husten, bricht bei vielen Pferdehaltern schon halbe Panik aus. Zu häufig passiert es, dass ein zu Beginn harmloser „Erkältungshusten” chronisch wird und ein Leben langes Management mit Heubedampfer, Frischluftversorgung, Inhalieren und Medikation nach sich zieht. Dabei muss man grundsätzlich zwischen einem akuten Infekt-Geschehen und einem chronischen Husten unterscheiden.

Von Herbst  bis Frühling ziehen nicht nur durch die Büros der Menschen, sondern auch durch die Pferdeställe die Erkältungsinfekte. Dabei kommt es meist zuerst zu einer Virusinfektion der Atemwege, die mit verstärktem, klaren Nasenausfluss einhergeht, das Pferd ist schlapp und matt. Auf die angegriffene Atemwegsschleimhaut siedelt sich dann oft sekundär ein bakterieller Infekt, der zu „Husten und Schnupfen” führt. Der Husten ist oft produktiv (also mit Auswurf verbunden) oder man merkt beim Husten, dass das Pferd gerne etwas „hochhusten” möchte, was aber vielleicht „festklebt” in den Atemwegen. Gerade nach der Bewegung kommt es oft zu Nasenausfluss, der gelb-grünlich sein kann.

Gelb-grüne Schleimabsonderungen deuten immer auf bakterielle Infekte der Atemwege hin.

In solchen Fällen ist der Husten ein wichtiges Symptom, denn der in den Atemwegen steckende Schleim soll nach oben abgehustet werden. Hier sollte der Husten auf gar keinen Fall unterdrückt werden. Statt dessen sollte mit Schleim lösenden Mitteln gearbeitet werden. Dazu gehören die OKAPI Hustenkräuter, die man trocken ins Futter einmischen oder auch als Tee aufgießen und mit einem Löffel Honig versehen füttern kann. Honig tut nicht nur unserem Hals gut bei Erkältung. Die Hustenkräutermischung ist so angelegt, dass sie Kräuter enthält, die nach der traditionellen Volksheilkunde für die Unterstützung der Schleimlösung eingesetzt werden. Dieser gelöste Schleim darf und soll abgehustet werden. Moderate Bewegung sorgt außerdem dafür, dass der Schleim auch aus den Nasengängen und Nasennebenhöhlen gut abfließen und besser hochgehustet kann. Bei besonders hartnäckigen Fällen ist eine Unterstützung durch Inhalation angesagt. Viel ruhige Bewegung, frische Luft, wenig Stress sind die anderen Schlüsselfaktoren für die Gesundung. Das Pferd nicht zu früh wieder belasten, damit es nicht zu einem Rückfall kommt.

Bei chronisch hustenden Pferden hat man es hingegen meist nicht mit verschleimten Atemwegen zu tun, sondern eher mit trockenen, gereizten bis entzündeten Schleimhäuten.

Auch hier wird ein Hustenreiz ausgelöst, vor allem wenn Stäube auf diese angegriffenen Schleimhäute treffen, wie es beim Heufressen oft passiert („Heustauballergie”). Aus dieser chronischen Reiz-Situation können sich dann langfristig auch Allergien, z.B. gegen Schimmelpilze oder Pollen entwickeln.

Bei solchen Fällen geht es also nicht um das Lösen von Schleim, sondern eher um die Schleimbildung. Die Atemwege sind im gesunden Fall von einem schützenden Feuchtigkeitsfilm überzogen, der ein Austrocknen verhindert und Staub etc. bindet, bevor er mit der Schleimhaut selber in Berührung kommen kann. Hier helfen ganz andere Kräuter, wie sie z.B. im OKAPI Sekretosan zusammengestellt sind. Sie unterstützen die Beruhigung und Befeuchtung chronisch gereizter Atemwege. Dazu sollte man immer organisch gebundenen Schwefel (z.B. als OKAPI Schwefel Plus) geben, denn die Atemwege benötigen die Aminosäure Cystein, um eine wirksame Schleimbarriere aufzubauen. Fehlt Schwefel im Stoffwechsel, dann steht nicht genügend Cystein zur Verfügung, sodass auch bei bester Kräuter-Versorgung nicht genügend Schleimfilm aufgebaut werden kann.

Also Hustenkräuter (gerne als Tee mit einem Löffel Honig) bei akuten Erkältungsinfekten, Sekretosan (möglichst zusammen mit Schwefel Plus) bei chronischem Reizhusten. Dabei kann auch ein gut eingestellter chronischer Huster mal einen akuten Infekt bekommen, das sollte man bei der Wahl der passenden Kräutermischung immer im Hinterkopf behalten.

In chronischen Fällen ist unbedingt angeraten, die Pferde zusätzlich zu inhalieren. Bei chronischen Atemwegsproblemen spielen oft auch chronische Nasennebenhöhleninfekte oder Schleimversackungen in den unteren Atemwegen eine tragende Rolle in der Unterhaltung der Entzündungsreaktion. Diese kann man am effektivsten mit Hilfe der Inhalation angehen und zwar am besten mit einer hoch konzentrierten Kochsalzlösung. Es gibt mittlerweile einige Tierheilpraktiker, Tierärzte oder Kliniken, die Inhalatoren auch vermieten für einen begrenzten Zeitraum, das reduziert die Kosten. Fragen Sie evt. beim Hersteller nach. Unsere besten Erfahrungen bisher haben wir mit dem Modell Flexineb gemacht (z.B. https://www.ihr-produkt.de/inhalatoren-fuer-pferde/). Auch Sole-Kammern sind eine sehr gute Unterstützung, hier gibt es bereits mobile Varianten, die für die Inhalation in den Stall kommen und sehr gute Ergebnisse liefern (z.B. www.cavallfit.de)

Sowohl bei akuten als auch bei chronischen Husten-Symptomen kann man dem Pferd zusätzlich Süßholzextrakt geben, es wirkt entzündungshemmend auf alle Schleimhäute im Körper, da es den Abbau des körpereigenen Cortisols verlangsamt. Vorsicht nur bei Pferden mit bekannten Problemen im Hormonhaushalt, die z.B. eine Cushing-Symptomatik oder Insulinresistenz zeigen. Hier bitte vor der Gabe mit einem qualifizierten Therapeuten Rücksprache halten.