Die meisten Reiter wünschen sich mit Ihrem Pferd einfach nur ein partnerschaftliches Zusammensein, entspannte Ausritte in der Natur, lockere Gymnastik auf dem Platz oder vielleicht auch mal die Teilnahme an einem Wochenendkurs oder einem Turnier. Leider gibt es viele Pferde, mit denen so etwas überhaupt nicht möglich ist. Sie sind ängstlich bis hysterisch, Ausritte werden zum schweißtreibenden Nervenkampf und an Turnier oder Kurs ist gar nicht erst zu denken, weil der geliebte Vierbeiner zum reinsten Nervenbündel wird, sobald er sein heimisches Umfeld verlässt. Solche Pferde können nicht nur seelisch belastend sein für den Besitzer, sondern auch zu einer Gefahr für den Reiter werden, wenn sie in einer vermeintlich gefährlichen Situation kopflos durchgehen.

Wie oft wünscht man sich dann, dass das eigene Pferd so gelassen wäre wieder Kumpel, der ohne einen Blick an den gefährlichsten Sachen vorbei geht und jederzeit tiefenentspannt wirkt.

Pferde sind aber, gerade was ihr Nervenkostüm angeht, sehr unterschiedlich. Zum einen liegt es natürlich an der Rasse – ein Araber neigt bekanntlich in der Regel eher dazu, sich schnell mal aufzuregen, als ein Tinker – es gibt aber auch individuelle Unterschiede. Selbst unter den als „gelassen” geltenden Isländern gibt es Kandidaten, die sich aufführen können wie ein durchgeknalltes Vollblut. In den seltensten Fällen sind die Pferde wirklich „verrückt” – meist gibt es Ursachen und Auslöser für dieses Verhalten. So neigen gerade Pferde, die zu früh abgesetzt wurden oder ihre Mutter als Fohlen verloren haben dazu, sich sofort unsicher zu fühlen, sobald keine anderen Pferde in der Nähe sind. Auch traumatisierte Pferde, die schlechte Erfahrungen gemacht haben z.B. mit dem Menschen, werden in bestimmten Situationen immer wieder panisch reagieren, wenn das Trauma durch Bilder, Geräusche oder Bewegungen wieder aktiviert wird.

Bestraft man ein Pferd, das offensichtlich aus Angst panisch reagiert, dann bestätigt man außerdem sein Verhalten, da die Angst ja mit Schmerz quittiert wird. Es wird in Zukunft in ähnlichen Situationen wieder mit Panik reagieren.

Viel kann und sollte man bei Pferden durch entsprechendes Verhaltenstraining verändern. So kann der Mensch mit genügend Vertrauenstraining zum „Pferdeersatz” werden, wenn ein Pferd allein unsicher und ängstlich wird. Bedrohliche Situationen wie Regenschirme, Flatterbänder, Plastiktüten und all die anderen „pferdefressenden” Dinge des Alltags kann man über Desensibilisierungstraining als harmlos vermitteln.

Unterstützen kann man das Pferd mit beruhigenden Futterzusätzen. Dabei muss man verschiedene Typen unterscheiden. Es gibt Pferde, die eine hohe Grundnervosität haben, bei denen man oft das Gefühl hat, dass sie sich den Stress selber machen. Bei diesen Pferden kann man sehr gut mit Kräutern arbeiten, wie sie in der OKAPI Beruhigungskräutermischung enthalten sind. Sie unterstützen das Pferd dabei, insgesamt mehr Grundgelassenheit zu entwickeln. Zusammen mit Desensibilisierungstraining, Vertrauensaufbau und ggf. noch einer Optimierung der Fütterung (weniger Zucker!), Haltung (weniger Stress) und mehr Bewegungsfreiraum (z.B. Paddock Trail) werden solche Pferde zwar meist nicht gerade zu einer Lebensversicherung im Gelände, aber man findet eine Basis, auf der man vernünftig miteinander arbeiten kann. Oft hilft es, die Kräuter am Anfang ausdosiert zu geben und dann mittelfristig die Menge zu reduzieren. Denn Gelassenheit kann bis zu einem gewissen Maß auch erlernt werden, sodass man nicht dauerhaft auf beruhigende Kräuter zurückgreifen muss. Die OKAPI Beruhigungskräuter eignen sich auch für die Gabe bei besonderen Belastungen, beispielsweise zu Silvester (in der Schweiz auch der 1. August), wenn der Festtagsumzug genau am Stall vorbei führt oder ähnliche Stresssituationen anstehen. Hier sollte bereits etwa eine Woche vor dem Ereignis mit der Gabe begonnen werden.

Im Vergleich zu den grundnervösen Pferden gibt es auch solche, die die meiste Zeit gelassen wirken – wenn sie sich aber mal aufregen, dann können sie sich danach schier nicht mehr beruhigen. Das ist besonders mühsam, weil bei solchen Pferden auch Desensibilisierungstraining meist nicht gut funktioniert. Denn es sind meist keine grundsätzlich ängstlichen oder nervösen Pferde, die von diesem Verhalten betroffen sind. Es kommt im Pferdeleben immer mal zu Situationen, in denen man sich erschreckt – und sei es, dass man konzentriert arbeitet und genau neben dem Reitplatz fällt jemandem die Mistgabel zu Boden. Statt einem kurzen Schreck, gefolgt von Schauen und Einschätzen der Situation kann man bei solchen Pferden oft die Reitstunde komplett abbrechen, weil sie sich über die nächste halbe Stunde nur aufregen, guckig sind und bei jedem Geräusch hüpfen. An Konzentration ist dann meist nicht mehr zu denken. Hier hat sich die Gabe von Magnesium zusammen mit der Aminosäure Tryptophan bewährt, wie sie in OKAPI Relax enthalten sind. Auf diesem Weg unterstützt man das Pferd, nach einer Aufregung schneller wieder in seine gewohnte Ruhe zurück zu finden. Es wird sich zwar immer noch erschrecken und schauen, aber sobald die Situation als ungefährlich eingestuft wird, wieder konzentriert mitarbeiten statt kopflos herumzurennen.

Also bei grundsätzlich nervösen und ängstlichen Pferden OKAPI Beruhigungskräuter, um insgesamt mehr Gelassenheit zu erzielen. Zusätzlich helfen desensibilisierende Trainingsmaßnahmen, Stressreduktion und Zuckerreduktion in der Fütterung. Bei Pferde, die sich nach Aufregung nicht mehr beruhigen wollen statt dessen OKAPI Relax geben.

Beide Produkte können kombiniert werden, wenn grundnervöse Pferde beispielsweise regelrechte Panikattacken bekommen und dann nicht mehr regulierbar sind.

Bei aller Fütterung sollte aber immer auch mit bedacht werden, dass das Verhalten von Pferden sehr stark von ihrer Ausbildung, dem Vertrauen zum Menschen, der Haltung, der Fütterung und der Möglichkeit zum Stress-Abbau durch freie Bewegung (Weide, Rennen und Buckeln auf großen Ausläufen oder Trails) abhängt. Um eine nachhaltige Besserung in Richtung Gelassenheit zu erzielen, sollten daher immer alle Faktoren mit einbezogen werden.

Und zum Thema „Zu Hause klappt alles, das passiert immer nur, wenn….”: Ja, es gibt auch unter den Pferden regelrechte Turnierjunkies, die den Stall zerlegen, wenn die anderen aufs Turnier fahren, sie aber zu Hause bleiben sollen. Aber es gibt nun mal auch Pferde, die keinen Spaß am Turniersport, am Reisen oder an Kursteilnahmen haben und sich dort immer und immer wieder aufregen werden. Pferde sind Gewohnheitstiere und schätzen es in der Regel nicht, wenn ihre Routine unterbrochen wird, noch dazu sie ihre schützende Herde, ihre gewohnte Umgebung und ihr gesichertes Futter verlassen sollen. Hier hilft es zum einen, wenn der Reiter selber Gelassenheit lernt – denn Stress und Prüfungsangst übertragen sich unmittelbar auf das Pferd – und zum anderen seinem Pferd solche ganz offensichtlichen Belastungen nur noch dann zumutet, wenn sie nicht vermeidbar sind.