Kreuzkräuter – Achtung, giftig!

Kreuzkräuter – Achtung, giftig!

Nicht nur das Gras sprießt derzeit auf den Weiden, sondern leider auch unerwünschte und für Pferde giftige Pflanzen wie die ersten Kreuzkräuter. Zwar ist das Jakobskreuzkraut der bekannteste Vertreter dieser Familie, aber auch seine Verwandten möchte man eigentlich nicht auf Weide oder Heuwiese haben. Daher sollte man ab jetzt wieder regelmäßig seine Weiden und Heuwiesen abgehen und solche unerwünschten Pflanzen entfernen. Achtung: beim Ausreißen der Kreuzkräuter bitte Handschuhe tragen, da die giftigen Alkaloide auch über die Haut aufgenommen werden können und auch unserer Leber schaden können. Außerdem gehören sie in die Restmülltonne und nicht auf den Misthaufen oder in die Biotonne, um einer weiteren Ausbreitung vorzubeugen. Aber nicht alles, was gelb blüht, ist gleich ein giftiges Kreuzkraut! Der Löwenzahn darf gerne stehen bleiben, er wird gerade im Frühjahr sehr gerne gefressen.

Im Internet findet man viele Abbildungen nicht nur für die verschiedenen Kreuzkräuter, sondern auch für andere Giftpflanzen. Ausgedruckt und laminiert sind solche Fotos und botanische Zeichnungen ein tolles Hilfsmittel im Stall, damit jeder Pferdebesitzer die Augen offen halten und unerwünschte Pflanzen entfernen kann. Schließlich geht es um die Gesundheit aller Pferde. Es gibt mittlerweile auch sehr gute Apps für das Smartphone, die mit Hilfe der Kamera Pflanzen auf der Wiese erkennen und anzeigen, um welche Pflanze es sich handelt. Damit fällt es nochmal leichter, gute von giftigen Kräutern zu unterscheiden.

Und ja, die meisten Giftpflanzen werden von den Pferden auf der Weide nicht gefressen, außer wenn die Flächen überweidet sind und nichts anderes Fressbares mehr zu finden ist. Aber wenn sie stehen bleiben, dann können sie aussamen und sich weiter verbreiten. Von Jahr zu Jahr besteht die Weide dann aus mehr giftigen und nicht schmackhaften Pflanzen, während erwünschte Kräuter und Magergräser verdrängt werden. Die unerwünschten Pflanzen zu reduzieren, die von den Pferden nicht gefressen werden (sollen) ist also aktive und langfristig gedachte Weidepflege.

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