AllgemeinAllgemeine GesundheitsthemenGesundheitJahreszeitenSommer

7 Tipps um langfristig Tierarztkosten zu sparen

© Adobe Stock / highwaystarz

1) Regelmäßig Kotproben untersuchen lassen

Dass Wurmbefall für Pferde problematisch ist, das ist schon lange bekannt. Daher hat man über Jahrzehnte „prophylaktisch“ die Pferde entwurmt.

Neuere Langzeit-Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass etwa 70-80% eines Pferdebestands stabil überhaupt keinen Wurmbefall zeigen.
Bei guter Hygiene auf Auslauf und Weide (regelmäßiges Abmisten etc.) verbessert sich diese Zahl sogar noch. Es werden also die meisten Pferde völlig sinnlos mit Wurmkuren belastet.

Daher geht der Trend mittlerweile zum „Zeitgemäßen, selektiven Parasitenmanagement“, was nichts anderes heißt als: erstmal per Kotprobe schauen, ob das Pferd überhaupt Würmer hat.
Wenn ja, dann gezielt entwurmen und zwei Wochen später per Kotprobe kontrollieren, ob das Medikament gewirkt hat, denn bei dem hohen Grad an Resistenzen ist das nicht gesagt, dass eine gegebene Wurmkur auch tatsächlich zu einer Reduktion des Parasitenbefalls führt.

Im ersten Jahr ist es meist sinnvoll, im Abstand von 3 Monaten (Frühjahr, Sommer, Herbst, Winter) Proben einzuschicken. Ist das erwachsene Pferd stabil negativ, dann reichen meist Proben zweimal im Jahr (Frühling, Herbst).
Bei Jungpferden sollte in kürzeren Abständen kontrolliert werden, da ihr Immunsystem noch nicht so ausgeprägt ist, dass es die verschiedenen Wurminfekte zuverlässig „in Schach“ halten kann.
Die zeitgemäße, selektive Parasitenkontrolle hilft dabei, langfristig das Fortschreiten der Resistenzen der Wurmstämme zu verlangsamen und man vermeidet überflüssige medikamentöse Belastungen des Organismus.

Denn gerade bei Pferden mit ohnehin schon stark belasteten Entgiftungssystemen oder eine gestörten Entgiftung (z.B. Kryptopyrrolurie, KPU) können solche „prophylaktischen“ Medikamentengaben langfristig zum Auftreten klinisch sichtbarer Erkrankungen führen, dann wird die Therapie teuer.

2) Futter optimieren

Pferde an der Heuraufe
© Adobe Stock/Igor Maz

Pferdefütterung wird immer teurer. Und das liegt nicht nur an den im letzten Sommer gestiegenen Heupreisen, sondern vor allem daran, dass die meisten Futterkammern mittlerweile eher gut sortierten Regalen beim Futterhändler gleichen.
Da bekommt  nicht nur jedes Pferd sein eigenes „Spezialmüsli“, sondern dazu noch ein Pülverchen für die Hufe, ein Wässerchen für das Fell, die Kräutermischungen für Verdauung und Atemwege und viele, viele andere Zusätze.
Für jedes Problem, das auftritt, wird im Fachhandel ein passendes Futtermittel angepriesen, um dieses Problem zu beheben und so wird das, was im Trog landet, mit der Zeit immer mehr und immer teurer.

Dabei wurzeln die meisten Gesundheitsprobleme in einer nicht artgerechten Grundfütterung.
Da werden die Pferde dreimal täglich sparsam portioniert mit Heu gefüttert mit langen Raufutterpausen zwischendurch. Stroh ist dabei übrigens kein Ersatz für Heu.
Und mittlerweile sollte es sich auch bis in den letzten Stall herumgesprochen haben, dass solche Fresspausen >4h zuverlässig zu Magengeschwüren führen. Diese sind schmerzhaft und lösen eine Dauerstress aus, mit der entsprechenden Langzeitwirkung für die Gesundheit. Stress macht krank und zwar nicht nur uns Menschen.

Auch Heulage ist und bleibt für die Fütterung an Pferde nicht geeignet, da sie in großem Maß Milchsäurebakterien in den Dickdarm einträgt, die zu einer Ansäuerung des Dickdarms und damit erheblichen Störung des natürlichen Mikrobioms (Darmflora) führen.
Langfristig füttert jeder sein Pferd mit silierten Futtermitteln krank, was in der Therapie dann ausgesprochen mühsam und teuer wird, wenn dann erstmal Hufrehe, Sommerekzem oder ähnliche Erkrankungen sichtbar werden.

Eine gesunde Pferdefütterung ist eigentlich ganz einfach: Heu über 24h angeboten, im Sommer je nach Pferd Weidegang und dazu regelmäßig ein ordentliches Mineralfutter, ein Salzleckstein zur freien Verfügung und gutes Wasser. Damit ist jedes Pferd erstmal versorgt.

Natürlich kann man im Fall eines Gesundheitsproblems auch mal gezielt den Organismus mit einem entsprechenden Futtermittel unterstützen (z.B. normale, schleimlösende Kräuter bei einem Husteninfekt), aber so etwas sollte nicht zur Dauergabe werden.

3) Haltung optimieren

Ein Faktor, der oft übersehen wird, aber langfristig erhebliche Kosten verursacht. Natürlich ist Pferdehaltung teuer und die meisten von uns müssen sich die Stallmiete absparen, um sich ihr Pferd halten zu können.

Aber am Stall zu sparen ist tatsächlich sparen am falschen Ende.

Wenn zu viele Pferde in die Gruppe gestellt werden, damit der Stallvermieter bei einem geringen Einstellbetrag trotzdem noch wirtschaften kann, dann führt das zu Dauerstress, vor allem im Winter, wenn die Pferde sich auf den zu engen Ausläufen nicht ausweichen können. Wird die Einstreu gespart, weil Einstreu Geld kostet und ja außerdem mehr Arbeit beim Misten macht, dann drückt das zwar die monatlichen Kosten, führt aber auch dazu, dass sich viele Pferde zum Schlafen nicht mehr hinlegen können. Das hält ein Pferd zwar mal für 2-3 Wochen aus, aber nicht für einen ganzen Winter. Entsprechend häufig findet man dann Pferde mit „Narkolepsie“, die also beim Dösen zusammen brechen. Das hat nichts mit echter Narkolepsie zu tun, sondern schlicht mit Schlafmangel.

Offene Wunden an Fesselköpfen und Karpalgelenken sind ebenso die Folge wie massive Stoffwechselprobleme, Magengeschwüre und entsprechend Leistungsmangel, die man dann wieder versucht, mit diversen Spezialfuttermitteln zu kompensieren. Das kann nicht funktionieren. Ebensowenig wenn an der Anzahl der Heuraufen gespart wird und die Pferde „Reise nach Jerusalem“ spielen, wobei die rangniedrigen immer außen vor bleiben oder die portionierte Fütterung mit Futterautomaten oder automatischen Raufen, wo die Pferde nicht auf artgerechte Weise ihr Raufutter aufnehmen können (in Gesellschaft, 2-4 Stunden am Stück Heu kauend).

Was man monatlich an der Stallmiete spart, legt man am Ende ordentlich drauf, wenn man entsprechende Futtermittel kauft oder ständig Osteopath, Physiotherapeut und Tierarzt im Stall sind, um die Folgen davon irgendwie zu managen. Das Pferd muss 24h in dem Stall leben. Man sollte sich mal überlegen, ob man selber in dem Stall als Pferd leben wollte, bevor man mit Argumenten wie: „Einen anderen (sprich: pferdegerechten) Stall kann ich mir nicht leisten“ oder „Zu anderen Ställen muss ich weiter fahren“ eine schlechte Haltung rechtfertigt, denn langfristig wird eine schlechte Haltung meist deutlich teurer als eine artgerechte.

4) Hufe ordentlich halten

Ohne Huf kein Pferd. An dieser alten Stall-Weisheit hat sich bis heute nichts geändert. Hat ein Pferd Rückenprobleme oder chronische Husten, kann ich mit ihm immer noch einiges machen, aber wenn ein Pferd nicht mehr laufen kann, dann ist das Ende nicht mehr weit.

Daher sollte jedes Pferd regelmäßig eine „Pediküre“ durch einen ordentlichen Hufbearbeiter bekommen.

Üblicherweise im Abstand von 6 Wochen, bei einigen Pferden aber auch häufiger (insbesondere wenn Fehlstellungen korrigiert werden sollen oder bei bestehenden Hufproblemen), bei einigen reicht auch ein längerer Abstand.

Das sagt einem aber ein kompetenter Hufbearbeiter, da er seine Arbeit an das Pferd anpasst und nicht umgekehrt.

Im Bereich der Hufe gibt es mittlerweile jede Menge unterschiedliche Schulen, die teilweise sehr unterschiedliche Ansichten und Arbeitsweisen vertreten. Dabei muss man sagen: viele Wege führen nach Rom. Und eine Technik, die für ein Pferd super passt, kann für das nächste genau die falsche sein. Wer jedem Pferd ein Eisen draufnagelt, ist ebenso engstirnig wie derjenige, der behauptet, dass jedes Pferd barhuf gehen muss, ganz egal, wie gut es ihm dabei geht. Keine Frage, das Laufen ohne Eisen ist die natürliche Variante, so ist jedes Pferd mal groß geworden. Aber je nach Leistungsanforderung, Bodenqualitäten und Gesundheitsproblemen kann man manch einem Pferd auch das Leben deutlich erleichtern mit einem passenden Beschlag. Auch wir sind von Natur aus dafür geschaffen, barfuß zu laufen. Aber es hat gute Gründe, warum das nicht jeder ständig macht.

Ob mit oder ohne Eisen, ob Hufschuh oder Klebeschutz: wichtig ist immer, dass die Hufbearbeitung zum Pferd passt. Um sich ein bisschen zurecht zu finden im Dschungel der Hufbearbeitungs-Philosophien, sollte sich jeder Pferdebesitzer mal das eine oder andere Buch durchlesen oder mal selber an einen Hufkurs für Einsteiger und Pferdebesitzer gehen. Man bekommt nicht nur eine Idee davon, wie wichtig die Hufe für das Pferd in jeder Hinsicht sind, sondern auch, wie komplex das ganze Thema „Bearbeitung“ wirklich ist und kann die Arbeit seines Huf-Menschen nachher besser einschätzen und würdigen.

5) Sattel regelmäßig überprüfen

Braunes Pferd mit einem braunen Sattel
© Valeri Vatel / Adobe Stock

„Aber das ist doch ein Maßsattel, der MUSS doch passen!“ – ja, das hat er vielleicht, als er vor 10 Jahren für das Pferd angefertigt wurde, aber davon kann er heute weit entfernt sein. Der Sattel überträgt das Gewicht des Reiters auf den Rücken des Pferdes. Wer schon mal versucht hat, einen Futtersack mit 25kg vom Auto bis zur Futterkammer zu tragen, der weiß, wie mühsam das ist, wenn man ihn irgendwie schief auf der Schulter daherbalanciert und er vielleicht noch irgendwo in den Trapezmuskel drückt. Genau so geht es dem Pferd, wenn es uns trägt und unser Pferd muss deutlich mehr Gewicht (die wenigsten Erwachsenen wiegen ja nur 25kg) auf seinem Rücken tragen und das auf einer verblüffend kleinen Auflagefläche des Sattels. Kommt es dann bei dieser kleinen Auflage noch zu einer punktuellen Druckverteilung (wenn bei unserem Beispiel die Pellets durch den Sack punktuell auf den Trapezmuskel drücken, das ist der Muskel zwischen Hals und Schulter, der bei den meisten Menschen eh schon weh tut, wenn man da mit dem Finger reinpiekt, genau wie der Rückenmuskel bei den meisten Pferden), wird der Reiter zu weit nach hinten gesetzt (wenn also der Futtersack auf der Schulter nach hinten rutscht und wir rückwärts stolpern, um das auszugleichen), wenn der Sattel zu eng ist an der Schulter, sodass das Pferd das Schulterblatt nicht mehr frei bewegen kann und bei vielen anderen Punkten mehr, muss ich mich nicht wundern, wenn das Pferd beim Reiten Probleme macht.

Von unmotivierter Bewegung über „schiebt nicht aus der Hinterhand“ bis zu Widersetzlichkeiten oder Bocken, um den schmerzhaften Reiter loszuwerden reichen dann die sichtbaren Symptome. Jeder Sattel sollte mindestens einmal im Jahr kontrolliert und angepasst werden. Bei Pferden unter 8 Jahren und jenseits von 16 Jahren gegebenenfalls noch häufiger, da diese sich noch viel stärker verändern und es schneller dazu kommt, dass der Sattel doch nicht mehr passt. Wenn sich ein Reiter die Stiefel zwei Nummern zu klein kauft, weil sie so viel schicker aussehen, dann ist mir das herzlich egal.

Aber wenn der Sattel nach schicken Aussehen und nicht nach Passform gekauft wird, dann schadet man seinem Pferd.

Langfristig gibt man viel Geld aus für Trainer, Osteopathen, Physiotherapeuten, Verhaltenspsychologen und oft genug auch wieder Futtermittel („irgendwas, was ihn ruhiger macht, damit er nicht mehr bockt“ oder auch „irgendwas mit viel Eiweiß, damit er einen Rückenmuskel aufbaut“…), um ein Problem zu beheben, das seine Ursache ganz woanders hat.

6) Zähne regelmäßig machen lassen

© adobe Stock/Pixel-Shot

Die Zähne des Pferdes sind grundsätzlich anders konstruiert als unsere Zähne, da Pferde als Pflanzenfresser einen viel höheren Abrieb haben als wir. Diese Abnutzung liegt im Schnitt bei 2-5mm im Jahr, die der Zahn „kürzer“ wird. Optisch im Maul bleibt er gleich lang, das liegt daran, dass er nach und nach aus dem Zahnfach heraus geschoben wird.

Findet der Abrieb durch das Fressen nicht ganz gleichmäßig statt, dann kann es dazu kommen, dass an den Zähnen scharfe Grate oder Spitzen entstehen. Diese stören nicht nur den Mahlvorgang, sondern können auch Verletzungen der Zunge oder Maulschleimhaut nach sich ziehen.

Da man das von außen nicht sehen kann (Pferde fressen meist auch noch mit katastrophalem Zahnzustand erstaunlich lange), daher sollte man einmal im Jahr einen kompetenten „Pferdedentalpraktiker“ (im Sprachgebrauch: Pferdezahnarzt) kommen lassen. Dabei wird zunächst der Zahnzustand am unsedierten Pferd untersucht und dann entschieden, was voraussichtlich gemacht werden muss. Eine gründliche Bearbeitung bis hin zum letzten Backenzahn, ebenso wie das Kürzen der Schneidezähne (das meist spätestens alle 2 Jahre notwendig ist, da diese durch die Heufütterung nicht ausreichend abgenutzt werden) kann bei den meisten Pferden nur unter Sedierung gemacht werden.

Korrigiert man die Zähne regelmäßig, dann ist das zwar ein jährlicher Kostenfaktor, aber langfristig spart man sich damit teure Klinikaufenthalte und ggf. Zahn- oder Kieferoperationen, wenn z.B. eine Zahnspitze in den gegenüberliegenden Kieferknochen hineinragt und dort Nekrosen oder Kieferhöhlenvereiterungen auslöst. Auch spart man natürlich wieder teure, eiweißhaltige Futtermittel, die dann gerne gefüttert werden, weil das Pferd ja augenscheinlich keine Muskulatur aufbaut, sondern eher noch abbaut. Aber nicht wegen fehlender Nährstoffe im Futter, sondern einfach deshalb, weil das Futter nicht vernünftig gekaut und damit verdaut werden kann. Auch Kotwasser, Widersetzlichkeiten gegen die Reiterhand oder Futterverweigerung (z.B. bei stängeligem Heu) haben allzuoft ihre Ursache in einem schlechten Zahnzustand und verschwinden auf magische Weise, wenn die Zähne ordentlich bearbeitet wurden. 

7) Regelmäßige Bewegung

Als der Mensch das Pferd domestiziert hat, tat er das, um sich die Arbeit zu erleichtern. Pferde transportierten schwere Lasten auf ihrem Rücken oder vor den Karren gespannt oder brachten den Menschen schneller und bequemer von einem Ort zum anderen.

Seitdem das Auto das Pferd als Transportmittel abgelöst hat, halten wir uns die Pferde hingegen für unsere Entspannung nach Feierabend. Leider kommt dabei der Faktor „Bewegung“ immer häufiger zu kurz. Hat das 23h-Boxenpferd dem Reiter früher noch das schlechte Gewissen gemacht, es auch jeden Tag ordentlich zu reiten, haben Offenställe durchaus ihren Anteil daran, dass sich immer mehr Pferde nur noch herumstehen. Denn viele Besitzer denken sich, dass ihr Pferd sich ja schließlich den ganzen Tag selber bewegen kann, also muss man ja nicht mehr reiten. Da reicht es, ein bisschen Zirkuslektionen einmal die Woche zu machen oder mal einen Spaziergang an der Hand zur nächsten Wiese zu machen. Natürlich wird auch ein Wildpferd nicht vom Menschen geritten. Aber Pferde haben in freier Wildbahn immer in kargen Regionen gelebt, also Steppen, Tundren oder Halbwüsten. Hier muss ein Pferd entsprechend 30-50km am Tag zurück legen, um ausreichend Futter und Wasser zu finden. Der Druck durch Fressfeinde wie Puma oder Wolf tut sein übriges, dass auch schnelle Bewegung regelmäßig auf dem Programm steht.

Steht ein Pferd hingegen im Offenstall, dann kommt es in der Regel auf 1-3km pro Tag im Schlenderschritt. Bei einer sehr guten Paddock Trail Haltung mit langen Laufwegen und viel Bewegungsanreiz sprechen wir von 10-12km pro Tag, die gemütlich zurück gelegt werden. Das ist natürlich mehr als die 800m täglich, die ein Pferd in der Box zwischen dem Paddockbalkon und der Futterkrippe hin- und herpendelt, aber weit davon entfernt, wofür ein Pferd von der Natur aus geschaffen wurde. Auf befestigten Offenstall- und Trailböden vermeiden es außerdem viele Pferde, schneller als einen Zuckeltrab zu laufen. In der Natur (oder auch im Sommer auf der Weide) kann man jedoch immer wieder beobachten, dass die Pferde auch mal in vollem Galopp losstieben, um meist fünf Minuten später wieder zur Ruhe zu kommen. Solche schnelle Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung und sorgt für mehr Sauerstoff im Gewebe durch tiefere Atmung.

Werden Freizeitpferde regelmäßig jeden Tag wenigstens ein bisschen flott bewegt, sodass sie mal über ihre Grundatmung hinaus kommen (oder sogar mal etwas schwitzen unter der Schabracke), dann ist das ein regelrechter „Gesundheitsboost“, der langfristig vielen Gesundheitsproblemen vorbeugen kann:

Der Huf wird besser durchblutet, was der Hornbildung, Festigkeit und der Abwehr von Fäulniskeimen zugute kommt, die Atemwege werden ordentlich belüftet, was chronischen Atemwegsproblemen vorbeugt, die Peristaltik wird angeregt, sodass die Verdauung besser arbeitet, die vielen Stoffwechselvorgänge im Körper werden mit ordentlich Sauerstoff versorgt, damit sie reibungslos ablaufen können, der Bewegungsapparat wird mobilisiert und die Regeneration von Sehnen, Bändernd und Muskeln angeregt und vieles mehr. Etwas sportliche Betätigung tut nicht nur dem Menschen gut, sondern auch unserem Pferd uns spart auf Dauer viele Therapiekosten. Pferde sind Bewegungstiere und stehen sich krank – sogar im Offenstall.