AllgemeinHaltung & PflegeHerbstJahreszeiten

Achtung – Herbstweide!

Viele Stallbetreiber lassen die Pferde im Herbst noch auf den Koppeln, weil alle sich freuen, dass jetzt nach dem langen, trockenen Sommer doch noch etwas Gras wächst. Was dabei nicht beachtet wird, ist die Tatsache, dass die Gräser auf den Flächen durch die lange Trockenheit, den Verbiss und Vertritt extrem gestresst sind.

Auf den meisten Flächen stehen große Mengen von Leistungsgräsern, die ohnehin in ihrer Zusammensetzung für Pferde schon nicht optimal sind. Bei Stress reagieren diese Gräser damit, dass sie in größerem Maß Fruktan einlagern und auch der Gehalt an Endophyten steigt.

Beides erhöht das Risiko, dass die Pferde beim Grasen auf solchen Flächen Hufrehe entwickeln! Aber auch Blähungen, Durchfall und Koliken sind die häufige Folge, da der Darm der Pferde nach dem langen, trockenen Sommer nicht auf das jetzt schießende Gras vorbereitet ist.

Daher sollten im Sinne der Pferdegesundheit, aber auch der Flächenschonung, die Weiden jetzt dringend geschlossen werden und die Pferde auf die Winterausläufe bei ausreichender Heufütterung gestellt werden.

Die Weiden sollten ausgemäht und Mistreste entfernt werden. Gegebenenfalls sollten Gailstellen gekalkt werden, um gegen Parasiten vorzugehen. Jetzt nach der Nutzung ist es auch Zeit, Bodenproben zu nehmen und analysieren zu lassen, um zu schauen, was man dem Boden wieder zuführen sollte, um nächsten Sommer einen pferdegerechten Aufwuchs zu bekommen.

Wenn die Pferde bereits klamm laufen, zu warme Hufe haben oder sonstige Anzeichen in Richtung Hufrehe zeigen, dann sollte der Tierarzt hinzu gezogen werden und parallel kann man durch die Gabe von OKAPI HoofCool forte die Symptome lindern.

Ein guter Therapeuten kann hier auch mit Blutegeln, Homöopathie und anderen alternativen Methoden unterstützen.

Außerdem sollte in solchen Fällen zur Sicherheit auch das Vorliegen einer Insulinresistenz per Blutuntersuchung (das Gras enthält derzeit teilweise riesige Zuckermengen) oder einer Entgiftungsstörung im Sinne einer Kryptopyrrolurie (KPU) per Urintest überprüft werden. Bei Blähungen und Kolikneigung hat sich die kurweise Gabe von OKAPI Darmwohlkräutern bewährt, um die Fehlgärungsprozesse zu beruhigen.

Kotwasser spricht in vielen Fällen positiv auf das OKAPI ColoProtect forte zusammen mit Flohsamen/-schalen an, hier spielen jedoch viele Faktoren eine Rolle in der Entstehung, von Magengeschwüren bis Haltungsstress. Solche Pferde sollten jetzt auch auf den Paddock bei 24h Heuzugang gestellt werden und dann müssen mögliche andere Ursachen mit abgeklärt werden, um dem Pferd nachhaltig zu helfen.

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