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Optimales Heu für Pferde: Zehn wichtige Tipps für die Heuauswahl

Die richtige Fütterung von Pferden spielt eine entscheidende Rolle für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden. Insbesondere bei der Auswahl von Heu gibt es zahlreiche Faktoren zu beachten. Immer wieder kommt hier die Frage auf, ob der erste oder der zweite Schnitt für Pferde besser ist. In diesem Artikel werden die zehn wichtigsten Punkte beleuchtet, die jeder Pferdehalter kennen sollte, um eine optimale Ernährung seiner Pferde zu gewährleisten.

1. Unterschied zwischen erstem und zweitem Schnitt: Meist ist der erste Schnitt ist grobstängeliger und nährstoffärmer, während der zweite Schnitt mehr Blattmasse und Nährstoffe enthält.

2. Zeitpunkt des Schnitts: Der erste Schnitt erfolgt meist Mitte Juni, der zweite Schnitt sollte Anfang bis Mitte September erfolgen.

3. Qualität des Heus: Der erste Schnitt enthält normalerweise viele Blütenstände und Stängel und ist knackig, während der zweite Schnitt feiner und blattreicher ist.

4. Energie aus Cellulose: Der Cellulosegehalt im Heu sollte möglichst hoch sein, da dies ein wichtiger Nährstoff für den Pferdedarm ist und damit den Hauptenergielieferanten für die Pferde darstellt.

5. Vermeidung von Pektin: Ein zu hoher Pektinanteil im Heu sollte vermieden werden, da dies die Darmflora stören kann. In blattreichem Gras ist besonders viel Pektin enthalten.

6. PH-Wert des Darms: Es ist wichtig, dass der pH-Wert im Darm des Pferdes neutral bleibt. Besonders Pektin fördert säurebildende Mikroorganismen, wodurch die Darmflora in den sauren Bereich verschoben wird. 

7. Später erster Schnitt am besten: Normalerweise ist ein später erster Schnitt pferdegerechter als der zweite Schnitt. Bei einem späten ersten Schnitt ist der Celloloseanteil hoch, während der Pektingehalt niedrig ist.

8. Ausnahmen möglich: Je nach Bedingungen kann auch mal ein zweiter Schnitt pferdegerecht sein, wenn dieser eine lange Aufwuchsphase hatte und hohe Cellulosegehalte aufweist.

9. Gräserzusammensetzung beachten: Bei der Beurteilung der Qualität des Heus kommt es nicht nur auf den Schnittzeitpunkt, sondern auch auf die enthaltenen Gräserarten an. Ein pferdegerechtes Heu besteht vorwiegend aus Magergräsern.

10. Individuelle Bedürfnisse beachten: Bei der Auswahl des Heus sollte auf die individuellen Bedürfnisse der Pferde eingegangen werden und deren Stoffwechsel beachtet werden.

Die Auswahl von Heu ist entscheidend für die Gesundheit und das Wohlbefinden von Pferden. Durch Beachtung dieser zehn Punkte kann eine ausgewogene und gesunde Ernährung für die Pferde sichergestellt werden. Jedes Pferd ist individuell und kann unterschiedlich auf verschiedene Heusorten reagieren. Daher sind eine aufmerksame Beobachtung und Anpassung der Fütterungsgewohnheiten unerlässlich.

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Team Sanoanimal