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Beim Wetterwechsel spielt nicht nur unser Kreislauf verrückt

Viele Pferde haben derzeit Gesundheitsprobleme durch die wechselnden Temperaturen und Wetterbedingungen. Das heiße Wetter macht dem Kreislauf zu schaffen, durch starkes Schwitzen verliert der Körper Elektrolyte, die weiter schwächen.

Daher ist es wichtig, die Pferde jetzt gut mit Mineralien zu versorgen. Hier bietet sich das OKAPI Mineral Pur G an oder – bei Weiden auf Sandböden – das auf mineralarme Böden optimierte Weidemineral GS, beide von Okapi.

Wenn man regelmäßig ambitioniert reitet und das Pferd hier ordentlich ins Schwitzen kommt, sollten außerdem täglich Elektrolyte zugeführt werden, um die Speicher immer wieder aufzufüllen.

Ältere Pferde und ehemalige Sportpferde leiden bei Wetterwechseln jetzt häufig unter Kreislaufkoliken, die oft durch linksseitige Herzinsuffizienz bedingt sind.

Das Herz kann man stärken ganz klassisch pflanzlich mit dem bewährten Weißdorn (Apotheke) als Kraut oder Auszug sowie mit der Gabe von L-Carnitin (OKAPI).

Dadurch wird der Kreislauf stabilisiert, sodass die Pferde weniger empfindlich auf die Wetterumschwünge und schwüle Hitze reagieren. Hier kann es auch angebracht sein, vorbeugend ein Mash zu geben.

Klassisches Mash am besten selbst zusammenstellen, da die meisten kommerziellen Mashs eher Müsli-Matsche sind und nichts mit der Wirkung eines „echten“ Mash mehr gemein haben.

Ein Mash besteht nur aus: 2 Teilen Weizenkleie, 1 Teil Quetschhafer (sofern das Pferd Hafer verträgt, ansonsten kann auch etwas Traubenzucker zugesetzt werden als schneller Energielieferant), ½ Teil gekochter Leinsamen und 1EL Salz (ohne Fluor und Jod!).

Das Ganze dann mit heißem Wasser aufgegossen und schön gequollen als flüssiger Schlabberbrei gegeben.

Außerdem unbedingt darauf achten, dass die Pferde genug trinken. Gerade ältere Pferde trinken oft zu wenig und wenn nur Selbsttränken (die klassische „ich drück drauf und dann kommt mehr oder weniger Wasser“-Tränke) zur Verfügung stehen, dann sorgen diese bei vielen Pferden für Trinkfaulheit.

Die meisten Pferde trinken deutlich lieber aus Kübeln mit geschlossener Wasseroberfläche als aus Selbsttränken, was so genannte Schwimmertränken deutlich beliebter macht als die alten „Löffeltränken“.

Daher im Zweifelsfall lieber Wasserkübel aufstellen, auch zusätzlich zu den Tränken. Hier bitte darauf achten, dass es nicht die schwarzen Gummikübel aus dem Baumarkt sind, weil diese Weichmacher ins Wasser abgeben. Geeignet sind entweder Hartplastik-Kübel (z.B. den „Toni“ von Reitsport Krämer:

https://www.kraemer.de/…/Fut…/Wasser-und-Futterbottich-Toni…)

oder die luxuriösen Rinder-Tränkwannen, die es sogar mit Schwimmer und Gartenschlauchanschluss gibt, sodass lästiges Wasserschleppen und Überlaufen (wenn man mal wieder vergessen hat, das Wasser rechtzeitig abzudrehen) entfällt:

https://www.weidezaun.info/kerbl-langtraenke-mit-schwimmerv…

Oder ausrangierte Badewannen, die man auch immer mal günstig „abstauben“ kann und mit etwas Geschick sogar mit einer Isolierung für den Winter versehen kann, sodass bei Minusgraden nicht sofort das Wasser gefriert.

Trinkfaule Pferde kann man oft durch sehr wässriges Mash oder zunehmend wässrig angebotene Heucobs motivieren, mehr Wasser aufzunehmen. Bei manchen hilft auch ein Schluck Apfel- oder Karottensaft zum Wasser in den Eimer.

Ein Pferd sollte am Tag auf 30-50 Liter Tränkwasser kommen. Wenn ein Pferd deutlich unter diesen Wassermengen liegt, dann sollte man sich etwas überlegen, wie man das Pferd zu besserem Trinkverhalten motivieren kann (außer wenn viel grünes Weidegras zur Verfügung steht, weil die Pferde darüber natürlich schon eine Menge Wasser aufnehmen).

Alle diese Maßnahmen sind zwar keine Garantie dafür, dass es keine Kreislaufkolik mehr gibt, aber sie reduzieren zumindest das Risiko.

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