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Achtung! Erhöhtes Hufreherisko

Mit dem kommenden kalten Wetter und den gefrorenen Böden ist es verführerisch, die Pferde mal vom Matschauslauf auf die Weiden zu lassen, damit sie sich endlich mal wieder richtig austoben können. Für gesunde Pferde ist das natürlich überhaupt kein Problem, nach einigen Galopprunden die Nase zu senken und ein wenig am gefrorenen Gras zu knabbern. Auch Wildpferde fressen im Winter das, was sie finden und dazu gehören auch gefrorene Pflanzenteile.

Die meisten Pferde in unseren Ställen sind aber nicht 100%ig gesund, auch wenn sie von außen vielleicht keinen kranken Eindruck machen. Sehr oft haben sie durch verschiedene Faktoren verursachte Fehlgärungen im Dickdarm, so genannte Dysbiosen.

Das muss sich nicht unbedingt in Verdauungsstörungen wie Kotwasser, Durchfall oder ähnlichem äußern. Bei manchen Pferden riecht der Kot auch nur etwas säuerlich, er enthält einen hohen Anteil grober Fasern oder die Äppel zerfallen leicht. Auch das können schon Hinweise auf Fehlgärungsprozesse sein.

Bei solchen Pferden kann ein Weideausflug auf gefrorenem Gras schnell in Hufrehe münden. Das gefrorene Gras, insbesondere wenn tagsüber die Sonne drauf scheint und es taut, dann aber zum Abend wieder friert, weist in der Regel deutlich erhöhte Fruktanwerte auf.

Dieses kann im Dickdarm von Milchsäurebakterien verwertet werden, was zu einer schnellen Absenkung des pH Werts und damit einem Massensterben der natürlichen Darmsymbioten führen kann. Eine mögliche Folge davon ist eine so genannte Endotoxinhufrehe.

Daher sollte man sein Pferd nur mit Vorsicht auf die gefrorenen Weiden lassen. Entweder nach dem Toben gleich wieder einsammeln und auf den Paddock zurück bringen oder ggf. mit Fressbremse auf die Weide lassen.

Pferde mit einer bekannten Neigung zu Hufrehe sollten möglichst gar nicht auf gefrorene Weiden kommen, lieber auf den Reitplatz oder in der Halle mal ausbocken lassen, das ist die sicherere Variante.

Nach dem Ausflug auf die gefrorene Weide kann man sein Pferd gezielt unterstützen mit der Gabe von OKAPI Prodic, welches eine stabilisierende Wirkung im Dickdarm hat und der vorsorglichen Gabe von OKAPI HoofCool forte, das speziell zur Unterstützung des Huflederhaut-Stoffwechsels entwickelt wurde. Auch die Fütterung von Entschlackungskräutern kann hier hilfreich sein, um die Nieren zu unterstützen, Abfallprodukte aus dem körpereigenen Stoffwechsel oder nach Aufnahme aus dem Darm schneller auszuscheiden.

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