AllgemeinAllgemeine GesundheitsthemenGesundheit

Gewichtsmanagement in beide Richtungen ist essentiell

Viele Pferde kommen etwas „moppelig“ aus der Weidesaison. Das ist zunächst ein ganz normaler Vorgang: über den Sommer nehmen die Pferde an Gewicht zu, im Winter nehmen sie wieder ab. Es ist daher nicht dramatisch, wenn das Pferd jetzt etwas Übergewicht mit sich herumschleppt.

Man muss nur darauf achten, dass es dieses Gewicht über den Winter wieder verliert, daher sollte jegliche Zufütterung mit Bedacht geschehen und bei solchen Pferden auch auf genügend schnelle Bewegung unter dem Reiter geachtet werden.

Pferden, die jetzt eher rippig aus der Weidezeit kommen, wie z.B. alte Pferde oder schwerfuttrige, kann man durch die Zufütterung von eingeweichten Esparsettecobs, Vitalcobs (z.B. von OKAPI) oder Luzernepellets etwas mehr Eiweiß zur Verfügung stellen. Damit können sie in der Heu-Saison leichter das Gewicht halten oder sogar etwas zulegen. Alte Pferde sollten auch rechtzeitig eingeweichte Heucobs als Ergänzung zur Heu ad lib. Fütterung dazu bekommen, um einen Gewichtsverlust über den Winter zu vermeiden.

Für Pferde über 20 Jahren gilt: lieber mit leichtem Übergewicht durch den Winter als zu dünn. Denn wenn alte Pferde erkranken, weil z.B. die Erkältungswelle durch den Stall geht, nehmen sie innerhalb kürzester Zeit rapide ab. Da ist man froh über jedes Kilo mehr, das vorher auf den Rippen war.

Grundsätzlich gilt also: im Herbst dürfen Pferde an allen Ecken etwas runder sein, im Frühjahr sollte dieser Speck aber wieder verschwunden sein. Das Idealgewicht hat man erreicht, wenn man sein Pferd biegt und dann auf der Außenseite die Rippen sehen kann.

Sieht man sie nicht, hat man „zu viel Pferd“, sieht man sie schon im normalen Stand alle deutlich, dann ist das Pferd zu dünn. Vor Beginn der Weidesaison dürfen Pferde aber etwas rippig sein, denn dann geht ja die Gewichtszunahme über den Sommer wieder los.

Grundsätzlich gilt bei allen Pferden zwischen 6 Monaten und 20 Jahren: lieber etwas schlanker als zu dick. Erst jenseits der 20 kehrt sich das um: lieber etwas zu dick als zu dünn.

Leave a Response