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Frühjahrsputz in der Futterkammer

5 Tipps für den Frühjahrsputz in der Futterkammer

Die meisten Pferdebesitzer misten spätestens jetzt im Frühjahr mal ihren Sattelschrank aus. Alles wird rausgeholt, Textilien gewaschen, das Lederzeug mal von Staub und manchmal Schimmel des Winters befreit, damit man wieder die schönen Tage auf dem Pferd genießen kann.

Aber die meisten vergessen beim Anblick der glücklichen Pferde bei ihren ersten Weidegängen komplett ihre Futterkammer – wo verschüttete Überreste in den Ecken dann über die warmen Sommermonate ausgesprochen unappetitlich werden können.

1. Alles mal ausräumen

Jetzt sollte man einen schönen Sonnentag nutzen, um mal alle Tonnen, Säcke, Eimer und was sich sonst noch so angesammelt hat, vor die Tür zu räumen.

Man glaubt gar nicht, was sich dahinter über den Winter so alles ansammelt! Die Futterkammer sollte in allen Ecken gründlich geschrubbt werden. So lässt sich Schimmelwachstum reduzieren und die Futtermittel werden hygienischer gelagert.

Man putzt ja auch von Zeit zu Zeit mal seine Küche… Darüber hinaus gehören Futtermittel immer in fest verschlossene Gefäße, also Eimer mit Deckel, Futtertonnen oder fest verschließbare Plastikkisten.

Vor dem Einräumen kann man dann gleich noch die ganzen Eimer und Tonnen mal mit dem nassen Lappen abwischen. Der Stallstaub, der sich hier absetzt, enthält viele Schimmelsporen, die den Verderb von Futtermitteln fördern.

2. Schädlinge rechtzeitig bekämpfen

Beim Ausräumen entdeckt man oft genug Mäusenester im Abfallberg hinter der Tür oder angefressene Säcke. Auch ein Mäusenest mit jeder Menge Jungen in einem offenbar schon lange nicht mehr geöffneten Mash-Sack habe ich schon gefunden auf meine Frage „was bekommt das Pferd denn alles so zu fressen?“.

Findet man genagte Löcher in Plastiktonnen, kann das ein Hinweis auf Ratten im Stall sein. Hier empfiehlt es sich unbedingt, dagegen vorzugehen.

Während eine Katze im Stall die Mäuseplage im Schach hält, muss man für Ratten „größere Geschütze“ auffahren. Dafür eignen sich die klassisch dafür eigentlich mal gezüchteten Jack Russel Terrier, die man nachts im Stall frei laufen lässt oder man stellt spezielle Ratten(gift)fallen auf.

Bei Rattengift bitte unbedingt darauf achten, dass es in speziellen Köderboxen ausgelegt wird, sodass es nicht von anderen Stallbewohnern gefressen werden kann.

3. Abgelaufene Futtermittel aussortieren

Viele Futterkammern sind die reinsten Fundgruben für Futtermittel. Auch solche die teilweise schon gar nicht mehr auf dem Markt sind.

Mindesthaltbarkeitsdaten muss man zwar nicht auf den Tag genau nehmen, aber sie haben schon einen guten Grund.

Denn alle Futtermittel (bis auf Salzlecksteine) verderben irgendwann. Gerade wenn es sich um Mischfutter mit Getreideanteil, Futter mit Ölen, Eiweißen, Vitaminen etc. handelt, dann verdirbt es irgendwann.

Jetzt ist eine gute Zeit, das seit über einem Jahr abgelaufene Futter dann doch mal zu entsorgen.

Aus diesem Grund auch beim Umfüllen von Futtermitteln in feste und verschließbare Behälter immer das Etikett mit dazu tun.

Hier stehen nicht nur wichtige Informationen über die Inhaltsstoffe drauf, sondern eben auch das Mindesthaltbarkeitsdatum.

4. Brauche ich das noch?

Nicht nur das Mindesthaltbarkeitsdatum kann ein Grund sein, alte Futtermittel zu entsorgen. Oft hat man mal etwas angeschafft für Fell, Hufe, Atemwege oder wer-weiß-überhaupt-noch-weswegen-damals? Steht das Pferd, für das das mal gekauft wurde, überhaupt noch im Stall?

Und mit großer Sicherheit wird man ohnehin ein neues Produkt kaufen, wenn dasselbe Problem wieder auftreten sollte. Beim wieder-Einräumen der Futterkammer also bei jedem Produkt mal kurz die kritische Frage stellen: „Brauche ich das überhaupt noch?“

Wenn nicht kann es gleich in den Mistkübel. Denn ein gesundes Pferd braucht ja eigentlich nur reichlich gutes Heu, etwas Stroh oder Äste zum Knabbern, ein gutes Mineralfutter und einen Salzstein – und nach der Arbeit vielleicht mal eine kleine Belohnung oder ein Händchen voll Kraftfutter.

Therapeutische Futtermittel, gerade Kräutermischungen, verlieren irgendwann über die Lagerung ihre Wirkung.

Da ist der Neukauf bei Bedarf oft wirksamer, als die Tüte, die schon seit Jahren offen im Schrank rumliegt.

5. Nicht nur die Futterkammer, auch Tröge und Eimer schrubben!

Wenn die Futterkammer dann wieder richtig schön glänzt und alles wieder ordentlich einsortiert ist, bleibt eigentlich nur noch ein letzter Punkt: Die Futtertröge. Egal, ob das Pferd eine fest montierte Krippe im Stall hat oder ob man aus Gummi-Kübeln, Umhänge-Eimern oder sonstigen Konstruktionen füttert: Auch diese müssen regelmäßig richtig sauber gemacht werden.

Einfach hat’s, wer ohnehin nur Heu füttert. Bei Hafer oder Quetschgerste hält sich der Aufwand auch noch in Grenzen.

Dagegen müssen bei Mash-, Rübenschnitzel- oder Heucobs-Resten teilweise erstmal mühsam die Krusten eingeweicht werden oder man kann gleich mit dem Dampfstrahler anrücken, um auch die Boxenwände mal wieder von Futterresten zu befreien.

Es ist wichtig, regelmäßig die alten Krusten zu entfernen, denn hier siedeln sich gerne Keime an, die dann für das Pferd belastend bis schädlich werden können.

Und wenn man das alles geschafft hat, dann steht dem Ausritt nichts mehr im Wege!

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